Günther Fink schrieb am 29. Juni 2012

Günther Fink schrieb am 29. Juni 2012
Günther Fink schrieb am 29. Juni 2012
Günther Fink schrieb am 29. Juni 2012
Günther Fink schrieb am 29. Juni 2012


Auf Einladung des Hotel Sonne in Lienz, konnte ich die hoteleigenen Reviere am 7. und 8.6.12 befischen. Mit der "Kleinen Drau", dem Villgraten-Bach und der Möll stehen zu dieser Jahreszeit 3 wunderbare, wenn auch sehr unterschiedliche Gewässer, für die Gäste zur Verfügung. Die "Große Drau" ist aufgrund von Schmelzwasser (von der Isel) bis in den Herbst hinein nicht sinnvoll zu befischen, also habe ich mich gleich am 1. Tag auf die "Kleine Drau" und den Villgraten-Bach konzentriert und wollte die Eigenheiten dieser beiden Gewässer erkunden!

Die "Kleine Drau", mit durchschn. 4-6m Breite, fliesst mit schneller bis mittler Fliessgeschwindigkeit der Isel-Einmündung entgegen und beide vereinigen sich zur "Grossen Drau". Das Wasser ist kristallklar und bildet hinter jedem grossen Stein einen tiefen Pool, in dem Bachforellen, Regenbogenforellen und für diesen Gewässertyp, grosse Äschen stehen, die gerne eine tief geführte Nymphe und eine sauber präsentierte Trockenfliegen (ohne ein kleinstes "dreggen"!!!) nehmen. Der Bestand ist beeindruckend und auch die Kondition der Flossenträger lässt nichts zu wünschen übrig! Allein einen geeigneten Landeplatz für die grösseren Exemplare zu finden, macht es machmal etwas schwierig, den dann ist "kraxeln" angesagt, um sie aus der Hauptströmung herauszuführen.

Ganz anders der Villgratenbach – ein schneller, glasklarer Gebirgsbach, der mich vor einige Probleme gestellt hat, was die Nypmphemführung anbelangte. Erst die sehr tief geführte und zusätzlich beschwerte Nymphe war erfolgreich. Hat man das richtige Timing (Tiefe!) ausgelotet, waren die Bisse nicht zu vermeiden und der Spassfaktor stieg enorm. Eine wirklich große Bachforelle, die ich schemenhaft in einem der tiefen Pools ausmachen konnte, liess sich jedoch mit nichts überlisten! Beim nächsten Mal vielleicht, ich weiss ja wo sie steht! Mit dem letzten, leider eben auch, vergeblichen Wurf, beschloss ich dann meinen Fischertag zu beenden und freute mich auf das wunderbare Abendmenue im Hotel.

Am nächsten Tag zog es mich an die Möll, ein 8-12 m breiter alpiner Fluss mit geringer Verbauung (Begradigung!), den ich schon aus früheren Zeit in guter Erinnerung hatte. Dieser Fluss wird gespeist von einem Staudamm am Grossglockner, und ist daher (in der Regel!) nur wenig anfällig gegen Regenwasser – nur langanhaltende und ausgiebige Regenfälle lassen den Wasserstand anschwellen, dann wird es richtig schwierig Fische auszumachen und zu haken – was an diesem Tag leider der Fall war! Ich hatte es trotzdem versucht und dabei blieb es dann auch und der einsetzende Regen tat sein übriges!

Eines möchte ich noch anzumerken und lobenswert erwähnen: Das Personal im Hotel Sonne ist sehr hilfsbereit, freundlich und immer für gute Tips ansprechbar ! Die Zimmer sind gepflegt, das Frühstück ausreichend vielfältig und das Abendmenue bringt die Tiroler Küche in ihrer ganzen Vielfalt zur Geltung – ein Genuss!

Ich werde im Herbst wieder kommen, denn es steht noch ein Rendevous mit der "Großen" im Villgratental aus und die Äschenfischerei in der "Großen Drau" sollte eine Reise allemal wert sein! Dann wird auch die Möll wieder normalen Wasserstand haben und eine gute Äschenfischerei versprechen!

29. Juni 2012 von Günther Fink